Bald kommt der Weihnachtsmann… aber dieses Jahr nicht bei uns! Denn wir haben schon das schönste Geschenk der Welt bekommen. Nach fast 6 Monaten im Babyglück lasse ich diese spannende Zeit nochmal aufleben.

Ende 2016
Ein Baby? Ähm, ja schon… aber ich bin doch erst 29! So fühle ich mich doch! Dingdong! Das war ja wohl nix. Die Uhr tickt in Richtung 39. Also nix wie los. Gesagt, getan und hoppla hopp schon kommt noch vor Weihnachten 2016 die frohe Kunde: bald sind wir zu viert. (Der Hund zählt natürlich immer mit, benimmt sich ja auch wie ein Kleinkind.)

Den Namen „Livia“ haben wir seid Ewigkeiten. Ganz ohne Streit oder Diskussionen. Er war einfach da. Einmal ausgesprochen und wir waren sofort verliebt. Und auch mit der Bestellung beim Universum, dass es ein Mädchen werden soll, hat es perfekt geklappt. Jungsnamen gibt´s bei uns auch keine.

Tja und wenige Monate später (die einem wie eine Ewigkeit vorkommen, wenn man eine dicke Plauze vor sich herträgt und jeden Tag Schokolade essen MUSS) ist es da: Das kleine Bündel Mensch, das unser Leben von nun an auf den Kopf stellt.

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Von einen Tag auf den anderen werde ich von der Karrierefrau, die auch gern mal 30 Tage durcharbeitet, zur Mama. Ein ganz neues Leben. Ungewohnt und schön aber auch irgendwie beängstigend.

Jetzt soll ich das Muttersein genießen. Mach ich ja auch: Den ganzen Tag wird mit Baby Liv gekuschelt. Aber wenn sie schläft will ich was tun! Im neuen Haus rumräumen, es schön machen, nebenbei neue Kleider für den Online Shop entwerfen… Aber ich werde ausgebremst. Mein Körper, der Schlafmangel und auch die Bedürfnisse unseres Babys… Es geht einfach nicht weiter wie vorher. Das zu akzeptieren und in die Mutterrolle zu kommen: die ersten zwei, drei Wochen gar nicht so einfach. Da fließen auch mal Tränen. Aber Papa fängt Mama auf und irgendwann ist der leichte Babyblues auch vorüber.

Dennoch ist es hart. Das ist nicht zu leugnen. Zu jeder Tages und Nachtzeit da sein, egal ob noch einen Funken Energie in mir steckt oder nicht. Totmüde? Hungrig? Egal! Das kleine Leben verzeiht keinen Aufschub, sonst ist Alarm. Und wie!!! 😉

Plötzlich sind enorme Schlafstörungen kein Grund mehr sich abzumelden. Livi braucht Mama (und natürlich Papa). Und als ich akzeptiere, dass es ein „Weiter so!“ nicht geben kann, wird es plötzlich zum schönsten Geschenk meines und unseres Lebens als kleine Familie.

Noch nie habe ich ein Gefühl wie dieses erlebt. Und es wächst. Jeden Tag, jede Woche. Und es erfüllt mich mit so viel Wärme und Glück, dass manchmal das Herz fast platzt.
Am Anfang war die Frage da: Kinder geben doch sooo viel zurück (sagen ja immer alle), ähm wann denn??? Nur trinken, schlafen, kacken, weinen… alles durcheinander und nie weiß man, was denn nun als nächstes dran ist. Da hilft nur experimentieren und durchhalten.

Und dann kommt es: Das erste Lächeln. Ich bin völlig aus dem Häuschen. Warte mit Handykamera, dass es nochmal kommt und ich es für Papa filmen kann… Nix passiert.

Aber dann Wochen später, kommt es immer öfter. Später dazu ein fröhliches Glucksen, aufmerksame, große Kulleraugen die das Drumherum verfolgen und kleine, vollgesabberte Händchen die nach Papas Kinn greifen oder an Mamas Haaren ziehen. Herrlich! Ich kann nicht genug davon bekommen. Habe immer wieder Tränen in den Augen vor Rührung und Glück, dass ich das erleben darf mit meinem Traummann an meiner Seite.

Fast ein halbes Jahr geht das nun schon so. Und die Freude ist bei uns riesig auf all das, was noch kommen wird!

Wir sind  dankbar! Unendlich! Und deshalb lieber Weihnachtsmann: gönn dir in diesem Jahr einfach mal ne Pause! Deinen großen Auftritt erwarten wir ab nächstem Jahr, dann kriegst du was auf die Ohren ;-)) !!!

P.S. Wenn ihr es bis hier geschafft habt zu lesen: Ich freue mich über eure Kommentare, wie ihr dieses aufregende Zeit als Mamis oder Papas erlebt habt. Auch für mich wirklich spannend zu lesen! Lieben Dank!

Alles Liebe
Eure Annett